Hamburg meine Perle!

Seien wir mal ehrlich, die meisten Hochzeiten fotografiere ich in Osnabrück. Als Hochzeitsfotograf ist es natürlich wahnsinnig schön, auch mal raus zu kommen. In eine andere Stadt, vielleicht irgendwann mal in ein anderes Land. In Hamburg war ich für eine Hochzeit noch nie zuvor. Umso mehr habe ich mich gefreut als Reem und Joel mir von ihren Plänen berichteten. Getting Ready (Yes!), Location in der Speicherstadt (Yes!) und eine freie Trauung mit Whiskey! (YES!)

Das Hotel war der Wahnsinn. Reem hatte ein riesen Zimmer mit ihren 6 “Bridesmaids”. Ja sechs! Ein großartiges durcheinander, Haare wurden gelockt, Ketten umgemacht, Schminke aufgetragen und diese gewisse Vorfreude bzw. Aufregung lag in der Luft. Joel wartete bereits fertig an der Hotel-Bar. Nach einem emotionalen First-Look in der Lobby ging es los! Ab ins Taxi und in die Speicherstadt. Der Saal war ein Traum. Eine riesige Glasfront, viel Licht. Wir liefen aber zunächst durch die Gassen Hamburgs und machten ein paar Fotos von den beiden. Wieder zurück beim “ehemaligen Hauptzollamt” sollte die freie Trauung beginnen. Ein schottischer Freund traute die zwei mit einem Ritual, dass einen “Quaich” voller Whiskey beinhaltet. Daraus mussten beide einen Schluck nehmen. Nachdem das Gefäß leer und die Augen wieder trocken waren ging es zum  Sektempfang wieder vor die Tür.

Vom “Sparkler Exit”

Vor allem in Amerika ist ein sogenannter “Sparkler Exit” gang und gebe. Zum Ende der Hochzeit stellen die Gäste sich draußen im Spalier auf und halten Wunderkerzen hoch. Das Brautpaar läuft dann einmal durch diesen Gang. Im Dunkeln sieht das wirklich schön aus. Genau das sollte heute noch passieren.

Nachdem der Abend mit vielen lustigen Reden und dem Essen seinen Lauf genommen hatte wurde getanzt und getrunken. So wie sich das gehört. Die Stimmung war klasse. Die Wunderkerzen-Aktion war um 23 Uhr geplant. Als sich alle so langsam draußen sammelten, wurde mir klar, dass es schwierig werden würde. Ich als Hochzeitsfotograf kenne einen “Sparkler Exit”. Die meisten Gäste nicht. Es war fast unmöglich den gut gelaunten und leicht alkoholisierten Gästen das Prinzip zu erklären. Aber jetzt gab es kein zurück mehr. Das Paar kam, die ersten Wunderkerzen waren schon verbrannt (haha). Ich ziehe meinen Hut vor den amerikanischen Kollegen. Das war echt schwer und hat nicht so gut geklappt wie ich es mir gewünscht hätte. Aber daraus lernt man.

 

 

Hamburg Speicherstadt

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